Tageszeitung "Die Presse", 17.5.2005

... Immer mehr Schüler und Eltern setzen auch auf "Lerncoaching", so Michael Cerny, Inhaber des Lernhilfe-Instituts "team-plus!" in Wien: "Mit fachbezogener Nachhilfe ergibt das die ideale Kombination." So würden die Jugendlichen lernen, wie sie sich optimal auf Prüfungen vorbereiten, "selbst wenn die schon in zwei Wochen sind". Das "Lernen lernen" umfasse außer der Konzentrations- auch Motivationsförderung, sagt Cerny: "Und das ist zunehmend im zweiten Semester gefragt, wenn Feuer am Dach ist - obwohl schon viel, aber oft falsch gelernt wurde."

Noch mehr als in den Monaten des zweiten Semesters stürmen lernschwache Schüler im August die Nachhilfe-Institute - für den Nachzipf.

Um diesen zu bewältigen, raten die Anbieter zu einer besonnenen Zeiteinteilung: "Die Vorbereitung auf die Nachprüfung ist als Job zu sehen", so Cerny. Auch Kühnelt empfiehlt zuerst das "Stoff-Sichten": "Was kann ich selbst aufholen, wofür brauche ich Hilfe?" Der Juli sollte dann zum Ausspannen genützt werden. Der Jahresstoff in einem Gegenstand könnte beispielsweise im August in zwei Mal 20 Stunden an einem Nachhilfe-Institut - mit Hausübungen - nachgeholt werden...