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"Schüler sind nicht dümmer". Nachhilfe-Anbieter
können die Pisa-Studie nur teilweise bestätigen. Mathematik und Englisch
sind Stolpersteine. Ein redaktioneller Beitrag von Regina Pöll. WIEN/GRAZ/SALZBURG.
"Es gibt so etwas wie einen Nachhilfe-Boom in Österreich", sagt
Michael Cerny, Inhaber des Lernhilfe-Instituts "team-plus!" in
Wien. Zehn bis 20 Prozent mehr Nachfrage pro Jahr seien zuletzt durchaus
üblich gewesen. "Die Schüler sind aber nicht dümmer als früher."
Ausschlaggebend für schlechte Leistungen seien einerseits die
verschärften Bedingungen an den Bundesschulen: "Trotz
Stundenkürzungen muss dort der gleiche Stoff durchgebracht werden wie
noch vor wenigen Jahren." Gerade an den AHS seien heute gleiche
Leistungen wie früher gefordert oder sogar bessere.
Besonderen Nachhilfebedarf ortet Cerny im Fach Mathematik. "In der
Unterstufe bereiten zum Beispiel das Prozent-, Bruch- und Schluss-Rechnen
Kopfzerbrechen, in der Oberstufe sind es Gleichungen oder das Potenz-Rechnen." ...
... Ein weiteres Problem spricht Michael Cerny an: "Die
Schüler lernen das Lernen immer weniger." Darum sei "Lern-Coaching"
an Nachhilfe-Instituten gefragt. "Die Schüler erfahren dabei, wie
sie sich je nach Lerntyp mit Hilfe eines Lernplans besser organisieren
können."
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